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Nach Petition nimmt Google Naturalnews.com wieder in Index

Kritiker monieren, wonach Google einmal mehr mit der Offlinenahme aus dem Google-Index von NaturalNews.com gezeigt habe, dass der Suchmaschinengigant seine Macht missbrauchen könne. (Bild: Screenshot naturalnews.com):

Nachdem weltweit immer mehr Medien darüber berichteten, wonach Google eine amerikanische Webseite mit dem Namen NaturalNews.com des smarten Bloggers Health Ranger komplett aus dem Index genommen hat, ist die Seite seit wenigen Stunden im Google Index wieder enthalten.

Als eines der ersten deutschen Medien berichtete die überregionale Tageszeitung DIE WELT (Autor: Benedikt Fuest) über das ungewöhnliche Deslisting von naturalnews.com. Zensur-Rufe hallten durch das Internet. In einem seltenen offenen Statement äußerte sich nach den Medienveröffentlichungungen nun ein langjähriger Google-Mitarbeiter, wohl John Müller vom Google-Search-Team in der Schweiz, zum Thema Delisting von naturalnews.com aus dem Google-Suchindex:

"Hi! I work with the Google Search team. We're seeing a bit of confusion & incorrect stories circulating about what's happening here, so just to be super clear -- Natural News is using a sneaky mobile redirect, which is prohibited by our webmaster guidelines (there's a bit about this kind of issue at https://webmasters.googleblog.com/…/detect-and-get-rid-of-u… ).

These redirects aren't always easy to reproduce, they're sometimes in widgets or served by ad networks, and can target specific devices, browsers, or user locations. When we last checked, there was one on http://blogs. naturalnews. com/bentonite-clay-a-natural-medicine-cabinet-must-have/ . As soon as this is cleaned up, the site can submit a reconsideration request through Search Console, and once that's reviewed things will return to normal. No action has been taken based on the editorial content of this site."

Google veröffentlichte bereits 2015 einen Artikel zum Thema "Detect and get rid of unwanted sneaky mobile redirects".

Allerdings sind einige Beobachter verwundert: Wegen einer einzigen falschen Seite hat also Google gleich eine komplette Webseite plattgemacht und angeblich bis zu 140.000 Seiten von http://naturalnews.com/ aus dem Suchindex genommen und die Seite damit faktisch in Google unauffindbar gemacht? Zweifel bleiben, ob das wirklich der einzige Grund für das Delisting war.

Es mehren sich die Stimmen im Internet, die sagen: Google habe die Seite offline genommen, da sie Trump-freundlich berichtet habe oder News verbreitet habe, die Anhänger von Hillary Clinton als "Fake News“ bezeichnet hätten. Derweil gibt es ein Statement von NaturalNews.com (Motto: ""The world's top news source on natural health"; wobei der Begriff "Gesundheit“ eher bildlich gemeint sein dürfte), welches netz-trends.de übersetzt wiedergibt:

"Petition, um Googles Versuch die Freie Rede zu unterdrücken, zu verhindern

Google, das 67,5% der Internet-Recherchen in den Vereinigten Staaten kontrolliert, versucht, jede Stimme zum Schweigen zu bringen, die nicht mit ihren politischen Ansichten übereinstimmen. Dies versucht Google mit einigen der größten Stimmen in alternativen Medien, wozu NaturalNews.com gehört oder Infowars.com. Diese Woche wischte Google 140.000 Naturalnews.com-Artikel aus seiner Datenbank und verbot damit Einzelpersonen diese Webseiten im Internet zu finden, wenn man danach sucht.

Google hatte zuvor keine vorherige Warnung gesendet. naturalnews.com hat erklärt, dass sie alle Google-Nutzungsbedingungen befolgen und dass sie keine Techniken anwenden oder unterstützen, die natürliche Nachrichten in den Suchmaschinen manipulieren können. Diese Zensur der Unabhängigen Medien ist ein eklatanter Angriff auf die ersten Änderungsrechte der Nutzer. Bitte unterschreibe und teile diese Petition."

Das Portal verlinkt dann auf ein Petitionsportal weiter und sagt, man habe als Ziel in den ersten 30 Tagen mindestens 100.000 Unterstützter einer Petition gegen Google-Aktionen, die komplette Webseiten aus dem Index spülen und damit einen Angriff auf das Recht der Freien Rede darstellten, zu erreichen.

Bislang hätten bereits 62.000 Menschen die Google-Petition online unterschrieben.

Quellen u.a.: Die Welt, searchengineland.com, seroundtable.com

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