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2030 könnte das Aus für Benziner kommen - nach über 145 Jahren

Seit 130 Jahren bauen deutsche Autokonzerne Autos mit Benzin oder Diesel. Hier ein altes Benziner-Gefährt im Porsche-Museum in Stuttgart. Bild: netz-trends

Bereits in 14 Jahren, 2030, solle nach dem Willen der deutschen Bundesländer das Aus für Benzin- und Dieselautos kommen. Damit würde eine dann rund 145-jährige Automobilgeschichte, die ihren Anfang in Deutschland nahm, zu Ende gehen.

Dies soll der Bundesrat in einer Sitzung beschlossen haben. Damit würden CDU/CSU und SPD einem entsprechenden Entschluss auf Seiten der GRÜNEN folgen, die kürzlich einen ähnlichen Vorstoß machten. Über den Bundesratsbeschluss berichtet nun DER SPIEGEL.

Würden ab 2030 Benzin- und Dieselautos verboten, würde das bedeutet, dass zumindest alle Neuwägen, welche Emissionen ausstoßen, keine Zulassung mehr bekämen. Dies wäre gleichzeitig ein drastischer Angriff auf die bisherige Modellpolitik der deutschen Autokonzerne Volkswagen (WV), Porsche, Audi, Mercedes, BMW, Bentley oder Rolls Royce.

Die Bundesländer sollen jedenfalls entsprechend des Spiegel-Berichts die EU-Kommission auffordern, "die bisherigen Steuer- und Abgabenpraktiken der Mitgliedstaaten auf ihre Wirksamkeit hinsichtlich der Förderung emissionsfreier Mobilität auszuwerten..., damit spätestens ab dem Jahr 2030 unionsweit nur noch emissionsfreie Pkw zugelassen werden".

Die Entscheidung des Bundesrates - des Arbeitsgremiums der deutschen Bundesländer - erfolgt angesichts der Vorgaben des internationalen Klima-Abkommens. Demnach solle Deutschland bis 2050 seine CO2-Emissionen bis 2050 faktisch gegen Null bringen. Die Rede ist davon, wonach der Emissionsausstoß um 95 Prozent gesenkt werden müsse.

Umweltschützer sehen es als effektivste Maßnahme an, dass die Automobilwirtschaft komplett auf Elektrofahrzeuge umgestellt werde.

Größtes Hemmnisse sind dabei aber für Millionen Verbraucher vor allem drei Faktoren:

  1. Zum einen sind Elektroautos deutlich teurer, also normale Benziner.
  2. Hinzu kommen die teils endlosen Ladestunden, die benötigt werden, um ein Auto wieder fahrtüchtig zu machen:

So dauert es circa 8 Stunden, ehe an einer Stromdose ein Elektroauto wieder aufgeladen ist. An Superchargen kann diese Zeit zwar auf circa 40 Minuten reduziert werden.

Doch gibt es in Deutschland bislang kaum Supercharger. Außerdem sind auch 40 Minuten für Tanken für die meisten Autofahrer schlicht zu lang. Keiner möchte an einer Tankstelle 40 Minuten Kaffeetrinken, wenn er zügig zur Arbeit muss oder zum Shoppen.

  1. Als weiteres Manko gilt die geringe Reichweite. An ihr arbeiten die Automobilkonzern seit Jahren, um diese zu verbessern. Bislang sind Reichweite mit Elektroautos von 250 bis 400 Kilometer Standard. VW kündigte kürzlich an, man baue nun ein Elektroauto, welches immerhin eine Reichweite von 500 Kilometern haben solle.

Doch so oder so bleibt für viele der Umstand: Elektroautos sind weniger für Langstrecken geeignet und sind am ehesten für Berufspendler oder als Zweitauto sinnvoll.

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