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Apps 03.08.2015

WWW Mozilla Firefox Fehler: Darum finde ich den Browser schlecht

Mozilla Firefox ist im Netz längst zu einem auch künstlerischen Objekt geworden. Doch der von einigen verliehene Heiligenschein ist brüchig.

Seit Monaten nervt Mozilla Firefox, der ehemalige Browser-Star im World Wide Web. Während Mozilla Firefox gerne gegen Konkurrenten austeilt und kultiviert, der Nimbus eine angeblich neutrale unbestechliche Moralinstanz im weltweiten Internet zu sein, häufen sich eigene Fehler.

Fehler, die endlich gelöst gehören. Klar war, dass Mozilla mal wieder am Konkurrenten Microsoft, ein Unternehmen, welches bekanntermaßen den Internet Explorer verantwortet, herummäkelt. Windows 10 ist in mehreren Punkte auf Ablehnung bei den Mozillas gestoßen, was sie auch gleich per großer Presserklärung herausposaunten. Das ist ihr gutes Recht. Dennoch hat dies einen faden Beigeschmack, wenn man sich die miserable Performance von Mozilla Firefox im Vergleich zum Internet Explorer oder Google Chrome in den vergangenen Monaten anschaut.

Zu vorderst nervt mittlerweile gehörig, da Mozilla Firefox Verbraucher zunehmend und erheblich in ihrer Online-Nutzung versucht zu bevormunden. Ständig poppt einem entgegen: halt, diese oder jene Webseite stelle ein Sicherheitsrisiko dar, deshalb benötige Mozilla eine Sondergenehmigung des Users, die Webseite überhaupt zu öffnen. Erst nach komplizierter kurzer Klicktour gelangt man dann ans Ziel und die gewünschte Webseite öffnet sich schließlich tatsächlich.

Aufreger Nummer 2 bei Firefox: Die ewige Ausblendung und Inaktivierung der Flashplayer. Auch hier sagt Mozilla Firefox, gebe es enorme Sicherheitsbedenken. Natürlich ist es im Sinne der Verbraucher, wenn sicherheitsrelevante Erkenntnisse in die Technik eines Browser integriert werden. Nur: Müssen dann gleich alle Flash-Animationen in unzähligen Videos automatisch deaktiviert werden? Ist es wirklich notwendig, die User fast täglich mit einer erneuten Deaktivierung von Flash-Videos zu nerven, da man angeblich schon wieder ein schwerwiegendes Sicherheitsrisiko entdeckt habe? Was ist denn bitte an einem üblichen Nachrichten-Video auf einer Nachrichten-Webseite so bedenklich, dass das Abspielen komplett behindert wird, oder an einem CNN-Video?

Dann wäre da noch, und zwar in zunehmenden Maße, der Aufreger 3 bei Firefox, welcher ebenfalls alles andere als lustig, ja ärgerlich ist: Seit Wochen erlebe ich, wie ich automatisch nach dem Einloggen auf Webseite – zum Beispiel E-Mail-Provider - von Mozilla Firefox einfach wieder rausgeschmissen, also ausgeloggt werde. Ob T-Online oder mailanyone.net: Es gibt Tage, da loggt mich gefühlt schon nach einminütigem Eingeloggt-Sein in meinen Mail-Anbieter Firefox einfach wieder raus. Manchmal innerhalb von drei Minuten gleich zwei Mal – mitten in einer Web-Session.

Das automatische scheinbar durch Firefox hervorgerufene Ausloggen aus Webseiten – selbst mein Onlinebanking betrifft das – ist nicht nur nervig, sondern letztlich ein riesengroßer Bug bei Mozilla Firefox. Dabei ist es unabhängig, ob ich über meinen Windows-PC die genannten Webseiten öffne oder mein neuestes Macbook.

Deshalb liebe geschätzte Macher von Mozilla Firefox: Spielt euch mal bitte weniger als Moraltanten des Netzes auf und kehrt mehr vor eurer eigenen fehlerhaften Türe. Derzeit verdient ihr aus meiner Sicht nur eine Note: Mangelhaft. Und wenn sich die skizzierten Probleme nicht lösen, muss ich euch leider ganz löschen. Ich habe weder Zeit, noch die Nerven, mich mit lästigen Browser-Problemen herumzuärgern. Beste Grüße einer eurer einstigen Fans!

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