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Gesundheitsapps S-Health App Bewertung: Nette Spielerei für Fußkranke

Aus Spaß installierten wir in einem Test einmal die S-Health App, also die Samsung-Gesundheitsapp und testeten einige der Basisfunktionen.

Unsere Bewertung zu S Health: Naja, eher ein etwas müdes Lächeln. Was vielen aber nicht bewusst sein dürfte ist, dass auf der Rückseite der Galaxy-Handys von Samsung unterhalb des Fensters für die Kamera ein kleiner Sensor installiert ist. Viele mögen sich zwar schon gefragt haben, was das wohl ist. Die richtige Antwort lautet:

Das ist ein Sensor zum Messen des Pulses. Wer die S-Health App installiert hat, legt dort die Fingerkuppe des Zeigefingers drauf und misst seinen Puls. Wie auch beim Arzt erhält man anschließend eine Grafik mit einem Benchmark angezeigt. Sie macht einem deutlich: Alles ok, Puls ist zu hoch oder zu niedrig. In unserem Fall war es normal im Mittelfeld.

Wer jetzt aber normal gesund ist, der wird sicherlich nicht ständig damit seinen Puls messen. Doch für ältere Leute, die an Wehwehchen leiden, für die mag das eine Hilfe sein, den Puls im Blick zu behalten.

Ganz lustig aber sicherlich nicht wirklich gesundheitsfördernd ist die Messung der täglichen Geh- oder Laufschritte. Doch Achtung: Das funktioniert nur, wenn man GPS, also die satellitengestützte geografische Dauer-Beobachtung auf dem Handy eingeschaltet hat. Letztlich sendet das Handy beim Aktivieren von GPS fast metergenau Signale an einen Satelliten und darüber funktioniert dann auch die S-Health App. Sie teilte uns schon nach wenigen Stunden sinngemäß mit: Super, sportlicher Typ, viel gelaufen, Tagessoll erledigt.

Großes Lob von S-Health, dabei sind wir gar nicht groß gelaufen

Die Wahrheit war aber: Wir hatten uns weder sonderlich sportlich benommen, noch sonst außergewöhnliches gemacht. Wer täglich ganz normal ab und an Einkäufe erledigt, zu Kollegen auf einen anderen Flur geht, auch Mittags zum Mittagessen mal 30 oder 45 Minuten raus geht und sich etwas bewegt, der ist aus Sicht von Samsungs Health-App schnell ein Sport-Hecht. Wir waren jedenfalls etwas erstaunt, wie einfach wir uns angeblich schon gesund verhalten.

Wer nun aber regelmäßig trainiert – zum Beispiel Marathon oder für den in vielen deutschen Städten beliebten Firmenlauf (zum Beispiel den Commerzbank Firmenlauf in Leipzig im Juni) für den mag S Health wirklich hilfreich sein. Denn die geschafften Schritte und Meter oder Kilometer lassen sich in der Tat gut mit der App nachvollziehen.

Aber auch das fällt uns auf der Samsung Gesundheitsapp auf: Ganz ohne Werbung scheint es nicht zu gehen. So sehen wir Werbung beispielsweise für Gigna (Couch by Gigna) sowie für Nike (Nike + Running).

Wasser trinken ist wichtig, wussten wir aber auch schon vorher...

Dann gibt es noch die Funktion, wonach man messen könne, wie viel Wasser man täglich trinke. Wir fragen uns aber: Benötigt man das wirklich? Zumindest in unserem Falle von netz-trends.de sieht es so aus:

Fast alle unserer Kolleginnen und Kollegen trinken auch ohne Gesundheitshilfe über das Handy täglich pro Kopf im Schnitt 1,5 Liter des kostenlos von der Geschäftsführung zur Verfügung gestellten Mineralwassers. Die 1,5 Liter stehen bekanntlich auf der Flasche, weshalb ein zusätzlicher Messvorgang mit S Health eigentlich nicht nötig ist.

Jedenfalls möchte S Health, dass wir auf einem Graph in der Gesundheitsapp angeben, wie viele Gläser Wasser wir täglich trinken möchten. Dabei führt Samsung aus: "Wasser ist zum Erhalt der Fitness wichtig. Legen Sie ein tägliches Ziel für die Wasseraufnahme für sich fest, damit Ihr Körper ausreichend mit Wasser versorgt wird. 1 Glas enthält 250 ml."

Ok. Wir trinken nachher mal ein paar Gläser Wasser (oder Tee) und schauen auf die Gesundheitsapp, ohne dass wir wirklich viel davon erwarten. Denn wie unser wirkliches Trinkverhalten von der S Health-App gemessen werden soll, ist für uns eher schleierhaft.

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