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Cannabis Kiffen Risiken: Folgen von Hasch und Marijuana Rauchen

Exzessiver Drogenkonsum, auch das Rauchen von Haschisch, ist gefährlich. Foto: Abda Presse
27.09.2013

Es ist eine ewig anhaltende Diskussion: Welche Risiken birgt der Konsum von Drogen wie Cannabis, bekannt auch als Hasch oder Marijuana? Das als weltweit als Kiffen umschriebene Volksphänomen ist zwar in den Niederlanden seit Jahren legal, nur in Deutschland greift regelmäßig eine teils auch überzogene Debatte um sich. Eine us-kanadische Studie unter Leitung der beiden Mediziner Didier Jutras-Aswad und Dr. Yasmin Hurd von der "University of Montreal" sowie der "New York’s Icahn School of Medicine at Mount Sinai Hospital" heizt die Diskussion jetzt wieder an.

In Nordamerika gehört, wie in Europa, der Konsum von Marijuana in den meisten Regionen zu den illegal genutzten Drogen unter Jugendlichen und Erwachsenen. Die neue Studie aus Nordamerika kommt jetzt zu dem Ergebnis, was aber auch seit Jahrzehnten bekannt: Für Jugendliche oder labile Menschen ist weder zu viel Alkohol gut, noch das Kiffen von Cannabis, bekannt auch als Marijuana oder Haschisch. In Cannabis ist die Substanz Tetrahydrocannabinol (THC) enthalten. Es hemmt Schmerzen und löst - wie viele Drogen - gleichzeitig Appetitlosigkeit aus, was einige nutzen, die denken, so könnten sie sich Diäten ersparen.

Weltweit würden mindestens zwischen 200 bis 300 Millionen Menschen regelmäßig Cannabis rauchen - trotz der Gesundheitsrisiken, heißt es. Allerdings dürften die Angaben sogar eher zu niedrig sein. In Ländern wie Ägypten gehört das Rauchen von Haschisch ab dem jugendlichen Alter, unter Jungs sogar häufig bereits ab dem zwölften Lebensjahr, fast schon zu Standards - egal ob in Kairo oder in Luxor. Besonders beliebt ist im Nahen Osten, wie Ägypten, ist auch das Rauch von Opium.
Laut einer Studie habe in Deutschland jede vierte Person bereits Erfahrungen mit dem Rauchen von Hasch, beziehungsweise Cannabis, gemacht. Bereits 2005 sagte das Bundesgesundheitsministerium, wonach 6,6 Prozent - also circa 7 von 100 Jugendlichen - im Alter bis 17 Jahren in den vergangenen zwölf Monaten schon einmal Hasch geraucht hätten, also Erfahrungen mit Cannabis gesammelt hätten.

Interessant ist nun, was Wissenschaftler - Psychiater aus Montreal in Kanada und New York - herausfanden: So analysierten sie 120 Studien und die darin enthaltenen Erkenntnisse rund um Haschisch Rauchen, also Cannabis konsumieren und die Auswirkungen des sogenannten THC-Konsums auf das Gehirn Heranwachsender. Veröffentlich wurden die Erkenntnisse im Fachmagazin "Neuropharmacology".

Die Psychiater machen sich besonders Sorgen darum, ob der Konsum von als weich umschriebenen Drogen wie Haschisch, möglicherweise die latent vorhandene Neigung zu psychischen Krankheiten, wie Psychosen, verstärke oder gar auslösen könne.

Jugendliche oder Labile sollten die Finger von Hasch oder anderen Drogen lassen

Das Ergebnis war fast schon klar: Je jünger das Alter, in dem Jugendliche oder junge Erwachsene mit Drogen anfangen, desto größer ist die Gefahr, mittel- oder langfristig süchtig zu werden oder psychische Störungen zu erleiden. Wobei es mit dem Drogenkonsum so ist, wie mit dem übermäßigen Rauchen von Zigaretten oder dem übermäßigen Trinken von Alkohol: Wer Probleme oder starke seelische oder stressbedingte Belastungen hat, greift eher zu ihnen, als Menschen, die das nicht oder weniger haben. Es ist also das berühmte Henne und Ei-Prinzip. Rund ein Viertel jener Menschen, die Hasch rauchen, gehören in die Gruppe der latent Gefährdeten. Hier, sagen die Psychiater, bestehe die Herausforderungen darin, genau diese Gruppe zu erkennen und frühzeitig zu schützen, um sie vor Schäden zu bewahren.

Doch es gibt auch gegenteilige Meinungen zu den Gefahren von Haschischkonsum zumindest unter Erwachsenen. So veröffentlichte fast zeitgleich ein US-amerikanisches Portal mit dem Namen opposingviews.com eine Studie des Boston Medical Center, an der 589 Erwachsene teilgenommen hätten.

Demnach führe selbst der "heavy cannabis consumption" zu keinen negativen gesundheitlichen Problemen ("... has no negative effects on a person’s health or use of health care services"). Grund für die Studie war zu analysieren, ob der Drogenkonsum auch auf Kosten der Steuerzahler stattfinde. Das Ergebnis sei aber, dass Cannabiskonsum nicht zu steigenden Kosten des staatlich finanzierten Gesundheitssystems führen würde. Deshalb, so das Argument, könne dem Ansinnen bestimmter Gruppen, Cannabis, also Haschisch, zu legalisieren, nicht mit angeblich steigenden Kosten im Gesundheitssystem entgegengetreten werden.

Wie exzessiv der Schaden von Drogen dennoch sein kann, lässt sich beispielsweise im ostdeutschen Grenzstädtchen Jena gut beobachten: Auffällig viele junge Menschen haben dort bereits körperliche Beeinträchtigungen. Grund: An der Grenze zu Polen oder Tschechien ist der Handel mit harten Drogen, wie Crystal, besonders intensiv, der Konsum entsprechend höher.

Crystal oder Kokain - oft ist es billiges gepanschtes Zeug auch mit Rattengift

Nur: Das Rauchen oder sonstige Konsumieren von chemisch sehr harten Drogen, wie Crystal, greift das zentrale Nervensystem an. Wer beispielsweise zwei bis drei Stunden oder noch länger Crystal konsumiert, dem drohen Schädigungen am wichtigen zentralen Nervensystem im Gehirn. Die Auswirkungen können sein: Wochenlang ein beeinträchtigter Gang, also das Laufen wie ein Roboter, berichtete ein Arzt gegenüber Netz-Trends, der solche Patienten hat. Möglich ist auch, dass es zu zwischenzeitlichen Erblindungen kommt. Oftmals regeneriere sich zwar das zentrale Nervensystem nach Wochen wieder, doch die Heilung von Lauf-Beeinträchtigungen könne auch Monate dauern. Es kann durch Crystal aber zu zu nicht wieder gut zu machenden Schäden am Körper kommen - und zwar schon beim ersten längeren Konsum.

Gegen Chrystal ist Haschisch in der Tat eher Spielkram. Für nicht wenige ist Haschisch aber auch der Einstieg hin zu härteren Drogen, die dann wirklich langfristige negative Wirkungen haben können. Dazu gehört auch Kokain, das in Städten wie Berlin oder München auch mit Rattengift oder sonstigen chemischen oder medizinischen Mitteln heimlich von den Dealern ‚gestreckt‘ wird. Das bedeutet. Ein Gramm angeblichen Koks beinhaltet in Wirklichkeit häufig nur einen Bruchteil darin. Der Rest ist chemisches billiges Gift, das den Körper noch viel stärker schädigt, als reines Kokain. Es ist also pure Geschäftemacherei der beteiligten Hintermänner und Hinterfrauen in den Dealerketten. Von den negativen Nebenwirkungen, ganz zu schweigen. Dazu gehörten, berichtet ein Arzt Netz-Trends, heftige Schlaflosigkeit sowie eine bedrückte Psyche anderntags.

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